Kreuztor

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Das Ingolstädter Kreuztor zählt zu den schönsten Torturmanlagen Deutschlands. Zahlreiche Künstler haben das Torzu verschiedenen Zeiten festgehalten, so unter anderem Carl Spitzweg und August Spieß.

Es entstand bei der Neuanlage des zweiten Stadtmauerringes ab 1860. Der Grundstein zeigt 1385 an. Der Architekt ist unbekannt. Auf einem quadratischen Unterbau erhebt sich ein von vier Ecktürmen eingerahmter und von einem Zinnenkranz bekrönter achteckiger Turmaufsatz, der von einem steilen Helm bedeckt wird. Vor dem Hauptbau befindet sich ein von zwei Rundtürmen eingerahmter, zwingerartiger Vorbau. Neben einem Spitzbogenfries aus Werkstein und dem bayerischen Rautenwappen an der Feindseite, findet sich an der Fassade der Torinnenseite lediglich das Stadtwappen.

Das Tor war anfänglich verputzt. Diese Putzschicht diente zum Schutz des weichen Ziegelmauerwerks. Durch eine Absäuerung bei der Sanierung in den 60er Jahren hat man Putzreste entfernt, um die romantisierende Vorstellung des 19. Jahrhunderts einer Backsteinfassade, die mit der Westfront der Liebfrauenkirche zum Ingolstädter Wahrzeichen geworden war, zu retten.

Seinen Namen verdankt das Kreuztor dem Aussätzigenhaus mit Kirche zum Heiligen Kreuz, das im Westen vor der Stadt lag, und im 16 . Jahrhundert der Anlage eines gewaltigen Bollwerkes weichen musste, das den westlichen Zugang in die Stadt sicherte und am Stadtmodell von Jakob Sandtner (1572/73) noch sichtbar ist.

Der Graben, über den eine einspurige Brücke in die Stadt führte, wurde in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts gefüllt. Da der untere Torbereich im Boden versank, wurde das Tor seiner ursprünglichen, eleganten, hochaufragenden Architektur beraubt.

Nach Anlage einer zweiten Tordurchfahrt um ca. 1860 wurden die beiden Durchlässe erst 1929/30, beziehungsweise 1952 aus der Stadtmauer gebrochen.

Über die Nutzung des mehrgeschossigen Torinneren ist nichts bekannt. Zolleinnahmen wurden am Pflasterzolleinnehmerhaus davor abgewickelt.

Künstler-Impressionen vom Kreuztor

Heinz Münnich (Foto: Kurt Scheuerer)

Heinz Münnich

Heinz Münnich (1921 Chemnitz - 1977 Feldafing/Starnberger See) Über die Vita des Kunstmalers Heinz Münnich, der über 5 Jahre in Ingolstadt lebte und arbeitete, ist im Detail leider nur wenig bekannt. Bekannter hingegen sind seine Bilder.

Hans Mielich 1549 (Foto: Kurt Scheuerer)

Hans Mielich

Hans Mielich oder Zentz (* 1516 in München; † 10. März 1573 ebenda), auch Muelich oder Müelich genannt, war ein deutscher Maler und Zeichner der späten Renaissance, der vor allem für seine Porträts, Miniaturen und Buchmalereien bekannt wurde. Er wirkte über 30 Jahre lang als Maler des wohlhabenden Bürgertums in München und gilt bis in die Gegenwart als einer der bedeutendsten bildenden Künstler in der Geschichte der Stadt. Das bekannteste Werk seiner Schule ist der Hochaltar des Liebfrauenmünsters von Ingolstadt.

Kreuztor um 1860 (Alte Ansichtskarte: Künstler-AK Ingolstadt)
A. Uhlmann Ingolstadt ca. 1920
Carl Kessler

Carl Kessler

Carl Kessler (1876 Coburg - 1968 München), Mitglied d. Münchner Künstlergenossenschaft (später “Luitpoldgruppe”). Beschickte von 1911 an Ausstellungen im Glaspalast: 1911-1914, 1916-1920 sowie 1930 Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells.

Stahlstich von Conrad Wießner nach Jakob Alt um 1850.

Jakob Alt

Jakob Alt (* 27. September 1789 in Frankfurt am Main; † 30. September 1872 in Wien) war ein deutsch-österreichischer Landschaftsmaler, Zeichner und Lithograf.